Takemusu Aikido Erlangen

 
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Erschienen in der Mitgliederzeitung des TB-Erlangen, Ausgabe III/2014.

Schritt für Schritt - ein Seminar mit Alessandro Tittarelli

Wie schon seit vielen Jahren kam auch dieses Jahr wieder Shihan Alessandro Tittarelli (7. Dan) zu uns ins Aikido Dojo in der Sporthalle am Röthelheimpark, um ein internationales Seminar abzuhalten. Schon fast traditionell fand der Lehrgang Anfang Mai statt, wobei sich dieses Jahr der 1. Mai und der darauf folgende "Brückenfreitag" für ein auf vier Tage erweitertes Seminar anboten. Damit kamen wir in den Genuss, am Donnerstag, 1. Mai, ein eigenes Training nur für die Mitglieder der Aikido Abteilung des TB Erlangen durchführen zu können. Für dieses Training, an dem auch Anfänger und Jugendliche teilnahmen, hatten wir uns speziell die Wiederholung der absoluten Basisgrundlagen gewünscht. Es ist immer wieder erstaunlich, wie viele Details man auch nach langjährigem Training noch entdeckt, die bei den eigenen Bewegungen verbesserungswürdig sind. Mit einem hervorragendem methodischen Aufbau konnte Alessandro Sensei hier gleichermaßen relativen Anfängern als auch alten Hasen Verbesserungs- und Änderungsratschläge geben. Am nächsten Tag kamen dann weitere Teilnehmer von ausserhalb unseres Dojos aus ganz Europa dazu und nun wurde das Seminar als internationaler Lehrgang weitergeführt. Weiterhin wurde viel an den Grundlagen gearbeitet und Alessandro Sensei betonte immer wieder, wie wichtig es sei, die Techniken und Bewegungen schrittweise zu üben und keine Schritte zu überspringen. Nur dann werde man die Bewegungen in der nötigen Exaktheit und Schnelligkeit durchführen können. In unnachahmlicher Genauigkeit führte er die Techniken z.T. fast in Zeitlupe durch. Beim Zusehen hinterlässt das den Eindruck, als könne man sich gar nicht anders bewegen - was sich aber beim anschließenden Üben als Trugschluss erwies, denn hier merkten wir, dass diese einfach anmutenden Bewegungen gar nicht so leicht in dieser Exaktheit in die Tat umzusetzen sind.

Zwischendurch ließ der Großmeister immer wieder einmal durchblitzen, was es mit Exaktheit und Schnelligkeit auf sich hat, wenn er seinen Uke (Angreifer) mit einer sehr schnell und präzise ausgeführten Technik überraschte. Am Samstag kamen dann noch weitere Teilnehmer dazu, so dass an den beiden folgenden Tagen der Platz auf der Matte zum Teil schon eng wurde - speziell bei Waffentechniken, bei denen man im Allgemeinen doch etwas mehr Platz benötigt. Hier musste man nun doch gut aufpassen, dass man nicht mit dem Hinter- oder Seitenmann in Konflikt kam. Aber natürlich lebt so ein Seminar auch von den Teilnehmern, und da ist eine gut gefüllte Matte, die zu etwas Vorsicht nötigt allemal besser, als wenn nur wenige Besucher kämen. Als am Sonntag Mittag dann das Seminar zu Ende ging, waren unsere Köpfe gefüllt mit neuen und alten Erkenntnissen, Ratschlägen und dem Wunsch, das alles möge möglichst lange in Erinnerung bleiben. Und so werden wir versuchen, bis zum nächsten Besuch von Alessandro Sensei zumindest einen Teil der erkannten Fehler abzustellen, damit er uns dann auf die nächsten Fehler hinweisen kann - das ist nun mal der mühsame Weg (Do) im Ai-ki-do.

Jens Mildner

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