Takemusu Aikido Erlangen

 
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Erschienen in der Mitgliederzeitung des TB-Erlangen, Ausgabe I/2009.

Was tut sich so im Aikido-Dojo Röthelheimpark

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Das Jahr hat kaum begonnen und schon tummelten sich einige Aktive im Aikido-Dojo im Röthelheimpark. Dort fand am 3. und 4. Januar der nun schon traditionelle Jahreseröffnungslehrgang „Shinnenkai“ statt. Wie bereits Tradition wurde je eine Trainingseinheit von dem Dojoleiter Norbert Schwierzock und seinem ranghöchsten Stellvertreter Wilhelm Fischer unterrichtet, sowie je eine andere Trainingseinheit von denjenigen Aikidoschülern (Carsten Oetzel und Thomas Podzelny) die mal im Dojo „groß geworden“ sind und inzwischen eigene Aikidoschulen an anderen Standorten betreiben. Wir erlebten einen durchaus anspruchsvollen Querschnitt von Waffenformen mit dem Stab und Schwert bis hin zu Bewegungsformen im Taijutsu – das sind Körpertechniken ohne Waffen – mit Angriffen durch die Hand oder Fußtritte, wobei die Lehrer großen Wert auf eine schrittweise aufbauende Unterrichtsmethodik legten, um die komplexen Techniken nicht nur für die teilnehmenden Aikidoka aus den Anfängergruppen anschaulich darzustellen.

Jetzt hat also das neue Aikidojahr begonnen und wir freuen uns, dass wie in den Vorjahren doch wieder etliche Personen aus dem Anfängerkurs vom Herbst den Sprung ins Neue Jahr - und damit auch in die Weiterführung ihres begonnen Trainings - gewagt haben. Die Trainingszeiten bleiben wie bekannt für Kids, Anfänger und Erwachsene unverändert, allerdings wird das Mittwochstraining von Nicki derzeit von Vertretungen übernommen, da dieser sich noch für die nächsten Monate „im Osten“ aufhält. Dies sollte aber gerade die Fortgeschrittenen und die letztjährig frischgebackenen 1. Kyu (Braungurte) nicht davon abhalten, sich mit Nachdruck auf den Sprung zum Yudansha (Schwarzgurt) vorzubereiten. In den vergangenen Jahren hat es sich bei ähnlichen Vorbereitungen bewährt, dass jeder Prüfungsanwärter sich seinen „persönlichen“ Paten aus dem Bereich der Schwarzgurte sucht und dadurch in seiner Vorbereitung gut unterstützt wird. Eine weitere Unterstützung bei der Vorbereitung soll auch das Danvorbereitungs-Seminar sein, das für den 21. und 22. März (bitte Terminverschiebung beachten) geplant ist.

Mit Blick auf den Terminplaner bitte ich alle Aikidoka sich bereits den Termin 1. bis 3. Mai vorzumerken: dort findet der diesjährige internationale Lehrgang mit Alessandro Tittarelli aus Italien statt, zudem sich nicht nur die Fortgeschrittenen, sondern auch die Anfänger angesprochen fühlen sollen.

Aber lassen Sie mich noch kurz zurückblicken: auch das letzte Jahr war gespickt von vielen Ereignissen und Erfolgen rund ums Aikido, von denen ich einige kurz reflektieren möchte.

Ganz unter dem Motto „Dabei sein ist alles“ hatten wir bei Mission Olympic jede Menge Spaß und Begeisterung „unser“ Aikido dem Publikum vorzustellen. Es war ja nicht ganz so einfach, Aikido als Mitmachaktion anzubieten, da die Verletzungsgefahr für einen unvorbereiteten Teilnehmer nicht zu unterschätzen ist. Trotzdem wagten doch einige Mutige – unter gezielter Anweisung – den einen oder anderen „Schwarzrock“ auf die Matte zu legen.

Ein deutlicher Erfolg waren die Prüfungen, die im vergangenen Jahr stattgefunden haben. Allen voran waren dies die Prüfungen von Diana, Madalina, Jens und Raul zum 1. Kyugrad. Die Vorstufe zum Schwarzgurt erfordert neben der persönlichen Qualifikation bereits viel technisches Können und dieses konnten die Prüflinge im September unter Beweis stellen. Jetzt haben sie ein Jahr Zeit, um Mängel aufzuarbeiten und sich für den Schwarzgurt zu perfektionieren – hierbei wünsche ich schon heute viel Erfolg.

Einen deutlichen Umbruch gab es bei den Budokids aus dem bisherigen Mittwochstraining: Wolfgang konnte aus beruflichen Gründen das Training nicht mehr weiter führen, was nicht nur für die Kinder eine komplette Neuorientierung darstellte, auch die neuen Trainer standen vor der Herausforderung, die „Neuen“ in das bestehende Training und Prüfungsgefüge einzubinden. Die Lösung bestand schließlich darin, den Freitag ganz für das Jugend- und Kindertraining zur Verfügung zu stellen. Nach den ersten Monaten können wir sagen, dass die Integration mit Erfolg geklappt hat. Sichtbare Zeichen sind für die Budokids nicht nur die Umstellung auf die farblosen (weißen) Gürtel, sondern auch die neuen Urkunden, die die Prüfungsergebnisse in dem allgemein gültigen Graduierungsystem dokumentieren. Einen herzlichen Dank an Kai und Eric für ihr Engagement – ohne sie hätten wir hier einen großen Einbruch erlebt.

Blicken wir also wieder nach vorne und freuen uns auf ein bestimmt ebenso ereignisreiches Jahr 2009. Auch hier werden wieder viele Herausforderungen zu meistern sein. Ich wünsche uns allen dabei weiterhin viel Begeisterung aber auch das nötige Engagement, um unser schönes Dojo im Röthelheimpark aufrecht zu erhalten – und Hand aufs Herz – das Putzen der Mattenfläche stellt dabei bestimmt den geringsten Anteil dar.

Norbert Schwierzock, Dojoleiter

 
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